Preis

Das RADIOSIEGEL 2021 wurde am 02. Dezember 2021 im Rahmen des 5. RadioNetzwerkTages (leider wieder auch diesmal nur digital) verliehen. Ausgezeichnet wurden 28 privat Radiosender aus ganz Deutschland. Mit einem Videogruß haben sich die 28 ausgezeichneten Sender mit ihren Volontär:innen bedankt, abrufbar unter: radiosiegel.de/siegeltraeger

Die RADIOSIEGEL-Verleihung bildet einen Höhepunkt des 5. RadioNetzwerkTags, der die aktuellen Trends in der Radiolandschaft diskutierte und Gelegenheit bot, sich mit renommierten Medienmacher:innen auszutauschen.

Die Medienexkursion nach Berlin für das RADIOSIEGEL 2021 fand vom 28. bis 30. Juli 2022 statt.

Hier gibt’s den Film zur Exkursion 2021.

Der Blogbeitrag der Volontärinnen Lena Schnelle (max neo) und Pia Wörz (Radio TOP FM) veranschaulichen die Exkursion:

Junge Radiomacher*innen auf Medienexkursion in Berlin

„Und das Radiosiegel 2021 geht an…“ – so hat für uns alle das letzte Jahr geendet und damit ist der Startschuss für eine Reise nach Berlin gefallen. Wir sind 13 (ehemalige) Volontär*innen, die für ihren Sender das Radiosiegel 2021 gewonnen haben. Insgesamt haben 28 Radiostationen deutschlandweit die Auszeichnung für eine gute Ausbildung erhalten.

Unsere erste Station in der Hauptstadt war das Bundespresseamt. Dort erzählte uns Raphael Schlager, Chef vom Dienst (CvD), wie sein Alltag aussieht und welche Aufgaben das Presse- und Informationsamt hat. Bevor Schlager CvD geworden ist, hatte er die Aufgabe, sich um die Kanzlermappe zu kümmern. Dabei werden sämtliche Medienberichte zusammengetragen und dem Bundeskanzler Olaf Scholz zugesandt. Nach einem Besuch der Ausstellung „Ort der deutschen Teilung“ im Tränenpalast ging es für uns hoch hinaus. In der rbb Dachlounge „Studio 14“ konnten wir einen schönen Blick über Berlin genießen und uns ein wenig mehr kennenlernen. Anschließend bekamen wir Einblicke hinter die Kulissen vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb). Was mich besonders begeisterte, war die schallarme Schnecke im Hörspielkomplex, die so verkleidet ist, dass die Wände keinen Schall zurückwerfen. Menschen, die an diesem besonderen Ort arbeiten, dürfen sich nicht länger als eine halbe Stunde dort aufhalten, da sie Kopfschmerzen oder Übelkeit bekommen könnten. Am Abend gesellte sich Nachrichtenredakteur Mario Köhne zum Essen dazu und gab uns so weitere Einblicke in den rbb.

Geballte Medien- und Politikpower in Berlin

Am nächsten Tag starteten wir mit einem Sicherheitscheck wie am Flughafen, aber wir reisten nicht aus Berlin ab, sondern ins Axel-Springer-Hochhaus ein. Hier gab es nicht etwa bloß eine Führung für uns, nein, wir durften an der BILD-Redaktionskonferenz teilnehmen. Im Anschluss nahm sich der neue stellvertretende Chefredakteur der BILD, René Bosch, die Zeit, uns etwas über BILDplus zu erzählen und Fragen zu beantworten. Um uns „eine Meinung zu bilden“, blieb uns gar nicht so viel Zeit, weil es direkt weiterging – zum Medienzentrum Berlin. Unter einem Dach befinden sich hier die Studios vom Berliner Rundfunk 91.4, von 98.8 Kiss FM und der neuen 94.3 rs2. Was mich bei den drei Sendern überraschte, waren ihre „instagrammablen Ecken“. Das heißt, es gab in Räumen einen Teil, der schön eingerichtet war, beispielsweise mit einem Sofa, Möbelstück und Pflanzen, und sich perfekt als Hintergrund für Instastories eignet. Da Berlin auch das politische Zentrum Deutschlands ist, besuchten wir noch die Bundespressekonferenz. Leider fand gerade keine Pressekonferenz (PK) statt, aber Corinna Buschow, Chefkorrespondentin für den Evangelischen Pressedienst (epd), berichtete uns von ihren Erlebnissen. Sie leitet hin und wieder die PKs und übernimmt aber auch die Berichterstattung für den epd. So konnten wir beide Seiten kennenlernen.

Am letzten Tag durften wir uns zum Abschluss noch mit Frank Überall, dem Vorsitzenden vom Deutschen Journalistenverband, unterhalten. Er gab uns einen der wahrscheinlich wichtigsten Tipps im Medienbusiness mit: „Fangt früh mit dem Networken an! Kontakte sind das A und O.“ So knüpfen wir nicht nur untereinander in der Welt der Medien unsere Verbindungen, sondern kommen auch viel besser an exklusive Informationen. Durch die Medienexkursion des Radiosiegels konnten wir den Tipp tollerweise gleich anwenden und viele andere Medienmacher*innen und Sender kennenlernen. Ob auf dem Weg zu den vielen verschiedenen Stationen oder bei den gemeinsamen Abendessen. Das war toll!

Reflektieren und Austauschen

Als wir uns für das Radiosiegel beworben haben, gab es einen Sendercheck. Das heißt, wir wurden zu unserem Volontariat befragt. Dieses Gespräch war sehr hilfreich, weil wir unsere bisherigen Tätigkeiten und das Volontariat reflektieren konnten. Genauso wie wir uns auf der Medienexkursion mit den anderen Preisträger*innen unterhalten und ausgetauscht haben. So war es uns auch hier möglich, zu vergleichen und festzustellen, ob unser Sender auch wirklich eine gute Ausbildung anbietet. Insgesamt war es eine schöne Medienexkursion, die uns neue Bekanntschaften und interessante Einblicke beschert hat.

Die Radiosiegelgewinner 2021 vor dem Kanzleramt.
Die Radiosiegelgewinner 2021 vor dem Kanzleramt. Fotocredit Sarah Maxen
Blick in das Medienzentrum Berlin, in dem mehrere Sender vertreteten sind.
Blick in das Medienzentrum Berlin, in dem mehrere Sender vertreteten sind. Fotocredit Lena Schnelle.
Die Volontärinnen und Volontäre beim Redaktionsbesuch im rbb-Radiosender. Fotocredit Sarah Maxen