Volontäre hinter den Kulissen der Hauptstadt

Mit dem Radiosiegel haben die Volontäre nicht nur eine besondere Auszeichnung für ihren Sender gewonnen, sondern auch eine Medienexkursion nach Berlin

März 2018:

Zwischen Bundestag und BILD – Berlin ist der Medienmarkt in Deutschland. Nirgendwo gibt es so viele Sender auf einem Fleck, die um die Gunst des Hörers konkurrieren. Diesen Markt lernen Volontäre von privaten Radiostationen aus ganz Deutschland kennen, die das Radiosiegel für eine gute Ausbildung tragen. Für die Qualität Ihrer Volontärsausbildung wurden die Sender aber nicht nur mit dem Radiosiegel ausgezeichnet, sondern deren Volontäre auch nach Berlin eingeladen.

Wie ticken Medien? Wie arbeiten Hauptstadtjournalisten und was passiert im Hintergrund? Wie geht’s weiter nach dem Volo? Um diese Fragen zu beantworten, besuchen die Radiosiegel-Volontäre unter anderem das ARD-Hauptstadtstudio.

Christoph Scheld (Mittte) zeigte den Volontären die Arbeit für die ARD im Hauptstadtstudio. (Bild: Andreas Fauth)

Korrespondent Christoph Scheld, der für den Hessischen Rundfunk in Berlin sitzt, berichtet in einem Hintergrundgespräch von seiner Arbeit und wie er die Politik im Bundestag erlebt. Beim Boulevard-Blatt BILD empfängt Cicil von Busse die Volos: Kritische Fragen kommen von den Radiomachern – sie wollen wissen, wie mächtig die Zeitung ist und wie sie Skandale provozieren.

Pressefreiheit und Deniz Yücel

In einem Gebäude des Bundestags treffen sie auf die andere Seite: die Politik. In einem Hintergrundgespräch mit Stefan Krabbes, Büroleiter des Grünen-Abgeordneten Gerhard Schick, sprechen sie über Politikverdrossenheit und wie Medien mit der AfD umgehen könnten.

Die Radiosiegel-Gewinner im Hintergrund-gespräch mit Stefan Krabes, Büroleiter des Grünen-Abgeordneten Gerhard Schick. (Bild: Andreas Fauth)

 

Am letzten Tag der Fahrt nach Berlin sprechen die Volontäre mit Frank Überall, dem Bundesvorsitzenden des Deutschen Journalistenverband. Er spricht über Pressefreiheit und von seinen persönlichen Treffen mit Deniz Yücel: Deniz sei zwar frei, aber rund 150 Journalisten seien in der Türkei gefangen, so Überall. Der DJV setze sich für die Freilassung ein.

Der Bundesvorsitzende des Deutschen Journalistenverbandes, Frank Überall (oben links) und Eva Werner aus dem Radiosiegel-Team (oben rechts) im Gespräch mit den Volontären. (Bild: Andreas Fauth)

 

20 private Radiostationen aus ganz Deutschland sind mit dem Radiosiegel 2017 ausgezeichnet worden:

107.7 radio Hagen, antenne 1 (Stuttgart), Antenne Thüringen (Weimar), baden.fm (Freiburg), Das neue RSA Radio (Kempten), DIE NEUE 107,7 (Stuttgart), die neue Welle (Karlsruhe), Funkhaus Aschaffenburg, Hit Radio FFH (Bad Vilbel), Hitradio RT1 (Augsburg), Radio Arabella München, Radio Erft (Wesseling), Radio Herford, Radio Hochstift (Paderborn), Radio Lippe Welle Hamm, Radio NE-WS 89.4 (Neuss), Radio PSR (Leipzig), Radio RSG (Solingen), Radio RST (Rheine), Radio Wuppertal 107,4.

 

Die Preisträger des Radiosiegels 2017 präsentieren stolz ihre Urkunden.

 

Für das Radiosiegel 2018 können sich Volontäre in Kürze auf www.radiosiegel.de bewerben.

Die INITIATIVE RADIOSIEGEL verfolgt das Ziel, die Qualität im Radio zu fördern. Landesmedienanstalten, Verbände, Institutionen und Ausbildungseinrichtungen haben sich zusammengeschlossen, um mit der Aktion Impulse für eine vielfältige professionelle Volontärsausbildung zu setzen. Das Radiosiegel zeichnet Stationen aus, die den Volontären mit ihrem Ausbildungsangebot einen gelungenen Einstieg in das Berufsleben bieten und langfristig damit auch die Qualität des Radiojournalismus sichern.